Flattr ist ein neuer Dienst aus Schweden, der es ermöglicht Kleinbeträge im Internet zu bezahlen. Wer auf eine Website stößt, die ihm gefällt, kann mit Flattr einfach und bequem per Mausklick dem Betreiber der Website einen Betrag zukommen lassen – vorausgesetzt beide haben ein Flattr-Konto.

Wie nutzt man Flattr?

Zunächst muss man sich bei www.flattr.com anmelden. Anschließend lädt man sein Konto auf. Das gilt für jeden, der Flattr nutzen will: Ist der Kontostand auf Null, werden auch die Flattr-Buttons inaktiv und man kann kein Geld empfangen oder zahlen. Bezahlen kann man bislang mit PayPal oder Kreditkarte. Ich hoffe, dass es in Zukunft auch alternative Zahlungsmöglichkeiten geben wird.

Man kann nun einen Betrag festlegen, den man jeden Monat ausgeben will, der Mindestbetrag ist 2 Euro. Diesen Betrag kann man innerhalb des laufenden Monats auf einen oder mehrere Seitenbetreiber aufteilen. Je mehr Flattr-Buttons man im Laufe des Monats anklickt, desto kleiner ist der Betrag, den ein einzelner Website-Betreiber erhält. Ebenso kann man selbst einen Flattr-Button in seine Website integrieren und damit „Spenden“ sammeln. Eine eigene Website ist aber keine Voraussetzung, um anderen Website-Betreibern mittels Flattr Geld zukommen zu lassen.

Ohrenblicke unterstützen mit Flattr

Jeder Ohrenblicke-Blog-Eintrag hat am Ende einen Flattr-Button. Außerdem gibt es einen allgemeinen Button, den man rechts in der Seitenleiste findet. Gefällt einem ein Beitrag oder das Ohrenblicke-Projekt insgesamt, kann man es mit einem Klick auf den Button unterstützen (wie gesagt, man muss dafür bei flattr.com registriert sein, Geld eingezahlt haben und eingeloggt sein).

Man kann einen Button innerhalb eines Monats nur einmal anklicken. Allerdings darf man auch mehrere Buttons auf derselben Website benutzen. Wem also eine bestimmte Folge des Ohrenblicke-Podcasts besonders gefällt, kann den entsprechenden Flattr-Button betätigen und zusätzlich noch einen Betrag für Ohrenblicke allgemein spenden, indem er den Button auf der Seitenleiste anklickt. Ein Zähler gibt Aufschluss darüber, wie oft ein Button angeklickt wurde. Inzwischen kann man Flattr-Buttons auch „abonnieren“, das heißt, wer einer Seite, einer Podcastfolge oder einem Artikel jeden Monat einen Flattr-Klick schenken möchte, kann dies automatiseren, indem er den Flattr-Button ein zweites Mal betätigt und anschließend die Anzahl der Monate festlegt, über die das Abo laufen soll (das man jederzeit im Flattr-Profil mit einem Klick wieder abbrechen kann). Außerdem ist es möglich mit dem Donation-Button größere Beträge zu spenden.

Ist Flattr ein Schritt zur Kommerzialisierung von Ohrenblicke?

Haha! Wer glaubt, dass Ohrenblicke mir mit diesem System Gewinne abwerfen würde, der weiß nicht, wie viel Aufwand in einer Folge steckt. Die Erträge pro Monat bewegen sich bislang im einstelligen Bereich, zumal auch die wenigsten Hörer eines Podcasts die Website aufsuchen und gar nicht in Versuchung kommen etwas anzuklicken. Ich betrachte das Ganze erst mal als eine nette Spielerei. Natürlich hätte ich nichts dagegen, wenn auch größere Beträge zusammenkommen würden, denn diese würden ja in das Ohrenblicke-Projekt fließen, wovon letztlich auch die Hörer profitieren. Ob der Flattr-Dienst in Zukunft einen größeren Nutzen hat, wird die Erfahrung zeigen.