Buschbrände in Australien sind nichts Ungewöhnliches. Auch während unserer Australienreise 2002/2003 brannte es in einigen Regionen, weshalb wir die Hauptstadt Canberra nicht besuchen konnten, denn sie war von Flammen umringt. Aber Buschbrände in solch einem Ausmaß wie in diesem Jahr im Staat Victoria versetzen auch die Menschen auf dem trockensten Kontinent der Erde in einen Schockzustand. Unsere Nachrichten berichten eher am Rande von der Katastrophe, die mittlerweile schon rund 200 Menschenleben gekostet hat. Hinzu kommt der Schaden für die Pflanzen- und Tierwelt und die vielen Menschen, die ihr Haus und all ihre Habe verloren haben. Die Vorstellung, dass Menschen in ihren Autos auf der Flucht vor dem Flammenmeer bei lebendigem Leibe verbrennen, ist grausam.

Australien ist weit weg. In den deutschen Nachrichten erfährt man nicht einmal die genauen Orte der Katastrophe und überhaupt gehen die deutschen Medien mit dem Thema Australien relativ oberflächlich um.

Nachdem ich mich für Folge 16 wieder sehr intensiv mit unserer Reise beschäftig habe, gehen mir die Meldungen besonders nahe. Natürlich suchte ich erst mal nach Informationen über die genauen Orte der Katastrophe und fand auf australien-info.de gut recherchierte und aktuelle Angaben (sehr lesenswert für alle, die sich wirklich informieren wollen). Die Stadt Bendigo haben wir 2003 besucht, dort sind 50 Häuser verbrannt. In den Grampians, einem Gebirge nordöstlich von Melbourne, mit dem ich schöne Erinnerungen verbinde, brennt es ebenfalls, wenn auch weniger intensiv als in der Region östlich von Melbourne.

Australien ist weit weg – für die deutschen Medien. Für mich ist Australien im Moment so nah wie schon lange nicht mehr.