Ohrenblicke und Hörbehinderung – ein Widerspruch?

24. Mai 2010 | Kategorie: LESEN

Ich erinnere mich dunkel an eine Filmkomödie, die ich irgendwann in den 80ern gesehen habe, sie hieß “Die Glücksritter”. Die Protagonisten waren ein Gehörloser und ein Blinder, die sich gegenseitig perfekt ergänzten und somit trotz ihrer Behinderung den Gegnern überlegen waren. Was im Hollywoodfilm gut funktioniert, kann im echten Leben Probleme mit sich bringen: Die Welt eines Blinden stellt sich völlig anders dar als die eines Gehörlosen – der Blinde stößt vor allem im praktischen Alltag auf Hürden, während beim Gehörlosen eher die Kommunikation das größte Problem ist. Letztere ist aber Voraussetzung für eine erfolgreiche Teamarbeit.

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Nur ein Ohrenblick: Blindenfußball vorm Reichstag

23. Mai 2010 | Kategorie: HÖREN, Nur ein Ohrenblick

Rasselball und “Voy!”-Rufe – ich belausche die Spieler der Nationalmannschaft des deutschen Blindenfußballs bei ihrer Vorbereitung auf das Spiel gegen die Türkei vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Dabei gehen mir Gedanken über die Subjektivität unserer Wahrnehmung durch den Kopf. Als kleine Zugabe mache ich mich am Schluss für meine Hörer zum Kasper, indem ich versuche blind auf ein Tor zu schießen.

Blindenfußball-Länderspiel Deutschland gegen Türkei am 20. Mai 2010 vor dem Reichstag

Blindenfußball-Länderspiel Deutschland gegen die Türkei am 20. Mai 2010 vor dem Reichstag

Für Hörbehinderte gibt es diese Ohrenblicke-Folge zum Lesen im PDF-Format:
Download PDF “Nur ein Ohrenblick: Blindenfußball vorm Reichstag”

Hinweis: Das hier ist nur eine kurze Momentaufnahme und ein Denkanstoß vor dem Anstoß. Eine ausführliche Reportage über das Spiel und die Faszination des Blindenfußballs gibt es demnächst im Ohrenblicke-Podcast!

Flattr-Wochen bei Ohrenblicke

18. Mai 2010 | Kategorie: LESEN

Ich bin neuen Diensten im Internet gegenüber prinzipiell skeptisch eingestellt, das ist so eine Macke von mir. Ich habe beispielsweise lange gebraucht, um Twitter richtig zu nutzen und lieben zu lernen. Doch, inzwischen mag ich diese interaktive Klatschspalte, bei der man in einem Haufen von Belanglosigkeit hin und wieder ein paar Goldstückchen findet und die in punkto Verbreitungsgeschwindigkeit von Neuigkeiten (ob wichtig oder unwichtig) neue Maßstäbe setzt.

Beim neuen Dienst Flattr möchte ich diesmal nicht zögern und bereits in der Beta-Phase mit dabei sein – auch wenn Internet-Startups mit Vokalschwund vor dem “r” und dem Namenszusatz “beta” inzwischen beinahe was Antiquiertes haben. Ich gebe zu, dass ich den Sinn hinter Flattr noch nicht so ganz verstehe: Ich zahle jeden Monat einen bestimmten Betrag, den ich auf verschiedene Betreiber von Webseiten, die mir gefallen, aufteile und kann dabei gleichzeitig meine eigene Website mit Buttons ausstatten, mit deren Hilfe andere “Flattrer” mir Geld zukommen lassen können. Ist Flattr also eine fröhliche Geldhinundherschieberei zwischen Bloggern, bei der am Ende für jeden Null rauskommt? Nicht ganz, denn die Betreiber von Flattr ziehen noch eine Gebühr von 10% ab. Aha!

Okay, wo ist der Witz an der Sache, Herr Ohrenblickr, Verzeihung, Ohrenblicker? Wie einst ein deutscher Kaiser sprach: Schaunmermal! Die lang gesuchte Möglichkeit ein Internetprojekt werbefrei zu finanzieren wird uns mit Flattr sicher nicht beschert. Aber vielleicht entstehen daraus neue Möglichkeiten, mit denen wir im Moment noch nicht rechnen. Und zumindest kann ich dann sagen: Ich war von Anfang an dabei!

Mehr über Flattr und wie auch du dabei sein kannst, erfährst du auf meiner Hilfe-Seite über Flattr. Andere Flattrer, die sich bislang geoutet haben sind u.a. Johnny Häusler von Spreeblick, Annik Rubens vom Podcast Schlaflos in München, Enno Park vom Blog YuccaTreePost und Deef Pirmasens von der Gefühlskonserve. Wenn auch du flattrst (Vokale sind echt überbewertet), dann schreib doch einen Kommentar. Vielleicht klick ich ja auf deinen Button!

Update
Flattr wird offenbar zur neuen Trendsportart, weitere Podcaster machen die Flattr: Sehr schön hat Der Dübel das Prinzip von Flattr anhand von Grillwürstchen erklärt, außerdem flattrn jetzt auch Meiky und Philipp Wimmer.

Nur ein Ohrenblick: Verliebte Muezzine

16. Mai 2010 | Kategorie: HÖREN, Nur ein Ohrenblick

Muezzin-Gebetsruf in Tabarka, im Nordwesten Tunesiens. Aufgenommen im Innenhof einer kleinen Pension. Als ein zweiter Muezzin von der Nachbarmoschee in den Gesang mit einstimmt, kommt mir ein Gedanke…

Hinweis zur Aufnahme: Der Ohrenblick wurde mit dem Soundman OKM II eingefangen. Da ich mich hin und wieder bewege, verschiebt sich das Stereobild – es ist also nicht so, dass die Muezzine ihre Standorte wechseln würden. Und ja, der Tenor-Muezzin ist der gute Mann, der im Opener der “normalen” Ohrenblicke-Folgen regelmäßig seine Stimme ertönen lässt.

Hörbuch zu verschenken – oder: Operation Butterbrot

12. Mai 2010 | Kategorie: LESEN

Das Internet hat uns neue Wege beschert, unsere kreativen Ergüsse unter das Volk zu bringen. Wer früher einen Roman veröffentlichen wollte, musste einen Verlag davon überzeugen, dass sein Werk genau das sei, worauf die Welt immer gewartet hat. Ein Buch zu lektorieren, zu drucken und zu promoten ist teuer und die Kosten müssen durch den Verkauf mindestens gedeckt werden, im Idealfall sollte dann auch dem Autor noch etwas zufallen, mit dem er die Miete und hin und wieder ein Butterbrot bezahlen kann. Das Internet macht es Autoren möglich, ihre Werke auch ohne Verlag zu verbreiten – beispielsweise auf dem direkten Weg über die eigene Website. Die moderne Technik ermöglicht es außerdem jedem, ohne großen Kostenaufwand und ohne ein Tonstudio zu mieten, Hörbücher in mehr oder weniger passabler Qualität zu produzieren und im Netz zu verbreiten.

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